Das kommt immer auf die Rasse, die Umweltbedingungen an und auf den Geruch an. Ein ausgebildeter Lawinenhund kann z.B. bis 5 Meter Tiefe verschüttete Personen wittern.
(Quelle: Internet Phatogenspuerhund.de/geruchsdifferenzierung)
...die Nasenschleimhaut eines Menschen in etwa 5cm2 groß ist, während die eines Hundes etwa 150-200cm2 misst?
...ein Mensch etwa 5 Millionen Riechzellen hat?
Hier gibt es keine noch keine belegten Erkenntnisse wie lange eine Spur für einen Hund zu erkennen ist.
Ich nehme hier die Aussage von Peter Keller aus dem Buch Mantrailing Personenspürhund Individualgeruch:
„Die Chance auf Erfolg ist sicherlich innerhalb der ersten 24 Stunden am größten. Wenn die äusseren Umstände wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind etc. (mehr dazu später) dem Team in die Karten spielt, sind auch erfolgreiche
Trails Wochen später möglich (...).“
Der Hund kann Stereo riechen (jedes Nasenloch kann getrennt riechen) - das hilft der Richtungsbestimmung.
Der Hund hat 2 Bereiche für die eingeatmete Luft - 1x geht die Luft zur Sauerstoffversorgung über die Lunge in das Herz- & Kreislausystem und 1x geht die Luft über die Nasenschleimhaut in das Riechhirn.Der Hund erhöht seine Atemfrequenz um die Riechleistung zu steigern.Die schwammartige Struktur des Nasenspiegels lässt Gerüche besser anhaften.Die seitlichen Nasenschlitze dienen dem Ausatmen. Gleichzeitig kann der Hund durch die Nasenlöcher einatmen,um einen Luftstrom zur besseren Geruchsaufnahme zu erzeugen.
Der Hund besitzt auch noch das Jacobsonsche Organ (vomeronasales Organ). Das Organ hilft bei der Pheromon-Wahrnehmung - so riechen Hunde Emotionen (auch bevor die Person oder Lebewesen schon da ist oder schon wieder weg ist).Hunde können auch die Tageszeit an der Veränderung der Gerüche über den Tag verteilt erkennen oder eineiige Zwillinge unterscheiden (Quelle Amy Learn, Dezember 05, 2022).
... ein Hund nur nicht riechen kann wenn er eine Erkrankung hat, die sich auf das riechen auswirkt oder er aufhört zu atmen?
Der Hund verarbeitet Gerüche im Riechhirn. Das Riechhirn des Hundes ist direkt mit anderen Teilen des Gehirns verbunden, wie dem limbischen System, das für Emotionen, Gedächtnis und Lernen zuständig ist.
Dadurch können Hunde nicht nur einzelne Gerüche unterscheiden, sondern sie auch mit Erinnerungen und Erfahrungen verknüpfen. Das Erleichtert dem Hund die Zuordnung von Gerüchen zu bestimmten Personen oder Ereignissen.
Das Riechhirn des Hundes ist im Verhältnis zur Gehirngröße etwa 40x größer als beim Menschen.
Dies ermöglicht dem Hund eine extrem differenzierte Geruchswahrnehmung.
Beim Mantrailing sucht der Hund die vermisste Person anhand ihres Individualgeruchs - das Riechhirn ermöglicht Hunden den Individualgeruch einer Person von denen anderer Personen zu differenzieren.
Der Geruchssinn ist mit dem Hippocampus verbunden, der für die Speicherung von Erinnerungen zuständig ist. Dies ermöglicht dem Hund beim Mantrailing, den Individualgeruch der vermissten Person über eine langen Zeitraum zu erkennen und zu zuordnen. Das Riechhirn ermöglicht Hunden auch, Geruchssignale effektiv zu selektieren. Dies ermöglicht dem Hund beim Mantrailen, dem Individualgeruch zu folgen, trotz Störungen durch andere Geruchsquellen.
Durch das Riechhirn und die Weiterleitung in den Hippocampus kann der Hund Gerüche auch zeitlich auflösen, er kann anhand der Veränderung in der Zusammensetzung eines Geruchs, das Alter der Geruchsspur erkenne. Die genaue Richtung, aus der ein Geruch kommt, erkennen Hunde durch das Stereo riechen.
Erlaubnis gemäß § 11 Abs. 1 Nr. 8f Tierschutzgesetz wurde durch das Veterinäramt Neustadt / Aisch erteilt.
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